Bau von Hügelbeeten – Teil 1

Anfang März 2023 haben wir angefangen das erste Hügelbeet zu bauen. Dieses wurde grob abgesteckt (ca. 2m x 10m) und abgeschätzt wie viel Holz und Erde dafür benötigt wird. Das Hügelbeet kann in verschiedenen Varianten gebaut werden. Unsere Entscheidung viel auf die folgenden Schritte, die angelehnt an Sepp Holzer’s Aufbauten sind:

  1. Grassoden von der Wiese abziehen
  2. Muttererde ca. 1m ausheben
  3. den Aushub mit Sträuchern, groben Ästen und Holzstämmen auffüllen
  4. leichten Buckel aus Ästen und Stämmen bauen
  5. Grassoden umgedreht drauf legen und Hügel formen
  6. Langzeit Dung einbringen (in unserem Fall von Alpakas)
  7. ausgehobene Muttererde zu einem Hügelbeet formen
  8. Stroh auftragen, um die Muttererde abzudecken

Dieser Aufbau soll für das Pflanzenwachstum Vorteile bringen. Das grobe Astmaterial und die Holzstämme sind Nährboden für Pilze und Kleinsttiere wie Würmer und zersetzen sich auf lange Zeit. Durch die Zersetzung entstehen neue Nährstoffe für die Pflanzen. Die Würmer lockern auf natürliche Weise den Boden, sodass das manuelles Auflockern und Belüften des Bodens größtenteils entfällt. Außerdem dient das Holz als Wasserspeicher, aus dem sich die Pflanzen bedienen können. Die Pflanzen sollen nach Möglichkeit nie gegossen werden, dadurch auf natürlichem Weg tiefer Wurzel und wenig Niederschlägen sich Wasser aus dem Speicher ziehen. Unsere Hügelbeete haben außerdem einen kleinen Standortvorteil indem sie durch eine Hecke vom Westwind abgeschirmt und damit die Ausdunstung durch Wind reduziert wird. Ob diese Theorie auch in der Praxis funktioniert werden wir in ein paar Monaten sehen.

Hier noch ein paar Eindrücke vom Aufbau und dem Resultat vom Bau des 1. Hochbeets: