
Was wächst gut, was weniger? Hier unterscheiden sich die 2 Beete (mit/ohne Elektrokultur bzw. Beet im Westen/Osten) doch sehr stark. Der Boden des Elektrobeetes/Beetes im Westen war klumpiger und härter beim Ansähen und Anpflanzen, hatte also einen Nachteil, der schnell ausgeglichen wurde und inzwischen ist kaum ein Unterschied festzustellen. Dennoch sieht man klar, dass Möhren bei beiden Beeten auf dem lehmigen Boden keine Chance hatten zu wachsen. Hier sieht man keine einzige.
Das östliche Beet ist auf der nordwestlichen Seite sehr stark dem Westwind ausgesetzt. Immer wieder musste dort erneut gemulcht werden und das Stroh war schneller wieder weg als einem lieb war. Dafür wachsen auf diesem Beet die Erdbeeren deutlich besser und auch der Salat schmeckt besser und schießt nicht so schnell. Kohlrabi wächst auf beiden Beeten richtig gut, ist saftig und wohlschmeckend.
Generell sieht man klar, dass beim westlichen Beet mehr wächst, allerdings viel zu schnell, sodass einiges wie Radieschen und Rettich nur geschossen ist und deshalb kaum etwas zu ernten war. Die rote und bunte Beete, als auch der Mangold und die Zwiebeln fühlen sich dort wiederum pudelwohl und sind reichlich vorhanden. Dafür konnte man beim östlichen Beeten mehr Radieschen und essbaren Rettich ernten, wobei die Ernte in Summe nicht gut ausfiel.
Aktuell haben wir einen starken Überschuss an sehr leckeren Salaten, die gerade durch das Pflanzen neben Kohlrabi gut durch diesen geschützt sind. Man kommt kaum hinterher die Salate zu essen. Hier können wir nächster Jahr weniger oder nach und nach anpflanzen, mehr verschenken oder die Flächen anders nutzen.
Hier eine Übersicht zu dem was wächst und was weniger:

Wir hatten anfangs Angst, dass auf dem Acker Hasen und andere „Naschkatzen“ uns die Ernte wegessen bzw. früh Schaden anrichten würden. Dem war kaum so. Ein paar Knabbereien durch Schnecken und Wühlmäuse gab es, aber nie in dem Maß, dass es störend war. Ebenso wurden Salate teilweise früh angeknabbert, sodass sie kaputt gingen. In der Permakultur versucht man auch für die Tiere etwas Nahrung anzubieten und so das Mikro-Ökosystem lebendig zu halten. Wilder Mohn oder auch schießende Pflanzen blieben stehen, sodass Bienen, Hasen, Schmetterlinge, Schnecken, Wühlmäuse, Würmer und Co. immer etwas zum Essen haben.
Was lernen wir bisher draus?
- ein Windschutz für das östliche Beet analog dem westlichen Beet bauen
- Möhren bei lehmigen Boden mit Sand vermischen
- Salate verschenken, weniger oder nach und nach anbauen oder die Flächen anders nutzen
- in der Anfangszeit wenn es warm wird mehr gießen, sodass weniger schießt
- teils früher ernten
- beim Vorziehen weniger warm halten, sodass die Pflanzen nicht gleich schießen
- keine Angst vor „Naschkatzen“ zu haben außer bei den Erdbeeren, hier brauchen wir nächstes Jahr mehr